Turgenia latifolia (L.) Hoffm. - Turgenie


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Verbreitung
Die Turgenie ist eine mediterrane - mittelasiatische Art, die in Deutschland ihren nördlichen Arealrand besitzt. In Deutschland besiedelt sie trockene bis mäßig frische, lehmige, skelettreiche, extensiv bewirtschaftete Äcker auf Kalk.

Herkunft des Saatgutes
S-Thüringen, Grabfeld, Linden südöstlich von Römhild (coll. H. Korsch)

Verbreitung von Turgenia latifolia

Biologie und Wuchs
Die Art ist einjährig-überwinternd. Die Pflanzen setzen in Kultur reichlich Samen an. Die Keimungsraten sind gut.

Gefährdungsgrad
Deutschland: vom Aussterben bedroht (1), Sachsen-Anhalt: ausgestorben, Thüringen: vom Aussterben bedroht (1)

Turgenia latifolia blühend und fruchtend im Botanischen Garten (16.06.2006)

Erhaltungskultur
Die Aussaat erfolgt im Spätherbst in magere Gartenerde. Es kann sowohl im Frühbeetkasten als auch im mäßig beheiztem Gewächshaus ausgesät werden. Später werden die Pflanzen in Töpfen mit einem Durchmesser von 10 cm im Frühbeetkasten kultiviert. In diesem Stadium wird als Boden normale Gartenerde verwendet. Die Töpfe werden mäßig bewässert. Selbstaussaat der Pflanzen ist möglich.

Orte der Erhaltungskultur
Pflanzen befinden sich im Botanischen Garten und an der Fachhochschule Erfurt (Beetkultur), in Thüringen, westlich Kahla, Kalkacker bei Geunitz, Reinstädter Grund (Betreuung durch K. Helmecke).

Literatur
Meusel, H., Jäger, E., Rauschert, S., Weinert, E. (1978): Vergleichende Chorologie der zentraleuropäischen Flora. Vol. 2. Fischer, Jena (Verbreitungskarte).

Text (c) J. Böttcher, F. Ebel, H.-G. Fuhrmann, M. H. Hoffmann, 2007.
Fotos (c) M. H. Hoffmann, 2006.

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